Das Schloss Karlova Koruna (Karlskrone) ließ sich Graf Franz Ferdinand Kinsky – der höchste Kanzler und Jagdbeauftragte des tschechischen Königreichs – von 1721 bis 1723 als seinen repräsentativen Sommersitz erbauen. Die Pläne des Schlosses erstellte Hans Santini-Aichel, einer der bekanntesten Barock-Baumeister italienischer Abstammung. Die eigentlichen Bauarbeiten am Schloss leitete der Prager Architekt Franz Maximilian Kaňka.
Der Bau des Schlosses dauerte nur drei Jahre. Zur Zeit der Fertigstellung des Schlosses fand in Prag gerade die Krönung Kaiser Karls VI. zum tschechischen König statt. Nach der Krönungszeremonie beehrte der Monarch den höchsten Kanzler F.F. Kinsky, indem er die Einladung zum Besuch dessen eben fertiggestellten Schlosses annahm. Zu Ehren und zum Andenken an die kaiserliche Krönung und den Besuch in Chlumec nad Cidlinou (Kulm über der Cidlina) nannte der Besitzer das Schloss „Karlskrone“.
Das Gebäude als solches hat einen einzigartigen Grundriss, der an die Form einer Königskrone erinnert. Es besteht aus einem zylinderförmigen Kern und drei - mit der Kante zu dessen Mittelpunkt zeigenden - einstöckigen Flügeln mit quadratischem Grundriss. Im Jahr 1943 wurde das Schloss durch einen Brand schwer beschädigt.
Nach dem Wiederaufbau 1969 wurde es der Öffentlichkeit mit der Ausstellung der Nationalgalerie „Barock in Böhmen“ zugänglich gemacht. Derzeit ist das Schloss wieder im Besitz der Familie Kinsky. Die ursprüngliche Ausstellung wurde durch eine Ausstellung von Einrichtungsgegenständen ersetzt, die Besucher werden durch Porträts mit der Geschichte der Familie Kinsky und ihrer Pferdezucht - „chlumeckische Schwimmer“ - vertraut gemacht.